Jake stieß auf einen verlassenen Mustang, dessen verrostetes Äußeres fast von dem umliegenden Gestrüpp verschluckt wurde. Neugierig, aber vorsichtig, näherte er sich dem Fahrzeug, dessen Scheiben mit Schmutz und Nebel bedeckt waren. Vorsichtig schob er die Ranken beiseite und spähte ins Innere, in der Hoffnung, die Geheimnisse des Fahrzeugs zu lüften. Sein Herz raste, als er die schreckliche Entdeckung im Inneren des Wagens bemerkte.
Vollgepackt mit Taschen
Jake flüsterte: “Was soll’s…”, während er mit seinem Ärmel eine schmutzige Scheibe abwischte. Im Inneren des Wagens sah er mehrere Koffer, von denen einige aufgeschlitzt waren und deren Inhalt herausquoll. Unter den verstreuten Gegenständen entdeckte er Kinderkleidung und Spielzeug, aber auch Gegenstände von Erwachsenen, was ihn zu der Annahme brachte, dass die Koffer einer Familie gehörten. Aber da war noch etwas anderes, etwas Beunruhigendes.
Die Handtasche einer Frau
Die Autoschlüssel steckten noch im Zündschloss und die Handtasche einer Frau lag verlassen auf dem Beifahrersitz. Von Neugierde getrieben, öffnete er die Beifahrertür.
Es war klar, dass derjenige, der im Auto gesessen hatte, es eilig gehabt hatte, zu verschwinden. Ein beunruhigendes Gefühl überkam Jake, als er sich fragte, was mit der Familie passiert war.

Das Bild eines Babys
Jake durchsuchte die Handtasche der Frau und fand ein Portemonnaie mit mehreren Kreditkarten, auf denen jeweils verschiedene Namen standen.
Als er tiefer grub, fiel sein Blick auf etwas, das ihm den Magen umdrehte – das Foto eines Babys. Das Baby auf dem Bild sah fast genauso aus wie Jake, als er noch ein Säugling war!

Er musste noch weiter suchen
Jake nahm das Foto vorsichtig aus der Brieftasche und drehte es um, in der Hoffnung, dass auf der Rückseite ein Hinweis stand, aber da war nichts.
Er legte das Foto zurück in die Brieftasche, steckte sie aber nicht wieder in die Handtasche. Trotz der Angst, die ihn packte, fühlte sich Jake gezwungen, genauer hinzusehen. Vielleicht würde einer der anderen Koffer die Antworten enthalten.
Er warf einen Blick in die Taschen
Er holte alle Koffer heraus und stellte sie auf den Boden, um sie zu öffnen.
Er wusste, dass er Beweise manipulierte, aber das war ihm egal. Das Babyfoto hatte etwas tief in ihm ausgelöst, obwohl seine Eltern noch am Leben waren und es ihnen gut ging.
Ein Blick in die Tüten
Er steckte das Portemonnaie in seine Gesäßtasche und öffnete die Tür der Rückbank.
…und öffnete die Tür der Rückbank.
Ein modriger Geruch strömte ihm entgegen. Zwischen alten Decken und halb zerfallenen Plastiktüten lag eine zusammengefaltete Decke mit einem eingestickten Namen: “Jakey.” Jakes Herz setzte für einen Moment aus. Niemand nannte ihn so – außer seiner Großmutter, die vor Jahren verstorben war.
Er zog die Decke vorsichtig hervor und entdeckte darunter eine vergilbte Mappe. Darin: Krankenhausunterlagen, Adoptionspapiere… und ein Brief. Seine Hände zitterten, als er ihn aufklappte.
Ein stummer Schrei formte sich in seiner Kehle. Seine Eltern… waren nicht seine Eltern? Der vertraute Boden unter seinen Füßen schien sich aufzulösen.
Doch da war noch etwas in der Mappe: eine Adresse. Und ein Datum – das morgige.
Jake trat langsam vom Mustang zurück, während die Dämmerung sich über die Landschaft legte. Die Koffer ließ er zurück, aber das Portemonnaie, die Mappe und das Foto hielt er fest umklammert.
Er war nicht mehr nur ein neugieriger Wanderer, der zufällig auf ein altes Auto gestoßen war.
Er war auf der Schwelle zu einem Leben, das ihn rief.
Und diesmal würde er antworten.
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